15. Mai 2012

Spanische Forscher verlängern Mäuseleben mit Gentherapie

Ist es ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Jungbrunnen?

Spanische Wissenschaftler haben das Leben von Mäusen um bis zu 24 Prozent verlängert, indem sie ihnen im Alter von einem Jahr einen modifizierten Virus injizierten, der das Enzym Telomerase enthielt. Dieses Enzym verlängert die äußeren Teile der Chromosomen, die Telomere, die bei jeder Zellteilung etwas kürzer werden. Dadurch verlangsamt Telomerase den Alterungsprozess der Zellen.

Bisher konnte dieser Prozess bei Tieren nur aufgehalten werden, indem man die Gene schon im empryonalen Stadium veränderte. Beim Menschen wäre dies aber nicht anwendbar. Nun könnte das Team des Nationalen Spanischen Krebsforschungszentrums einen neuen Weg gefunden haben. Denn auch bei zweijährigen Mäusen habe die Lebensverlängerung durch die Telomerase-Behandlung noch bei 13 Prozent gelegen. Und das Krebsrisiko sei nicht gestiegen. Die Forscher haben ihre Ergebnisse in der Zeitschrift EMBO Molecular Medicine veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)