15. Mai 2012
Ein gutes Gedächtnis muss nicht nur Vorteile haben. Forscher der Universität Basel sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Menschen mit einem guten Gedächtnis zwar Schulstoff besser lernen oder seltener ihren Schlüssel verlegen, sich gleichzeitig aber auch an traumatische Erlebnisse deutlich intensiver erinnern. Dies stelle dementsprechend ein höheres Risiko für posttraumatische Belastungsstörungen dar.
Laut der Studie, die im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" erschienen ist, hängt die Erinnerungsfähigkeit von einer Genvariante ab. Die Forscher hatten rund 350 Überlebende des Völkermords in Ruanda nach ihren Erinnerungen während des Bürgerkriegs befragt. Bei den Trägern des Gens, und damit den Menschen mit besserem Gedächtnis, waren die Erinnerungen besonders quälend.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)