16. Mai 2012
Unser Gehör ist offenbar empfindlicher als gedacht. Forscher aus Shanghai und San Francisco haben herausgefunden, dass schon die Geräusche eines Fernsehers oder eines Ventilators zu Hörschäden führen können. Die Forscher beschallten Ratten zwei Monate lang mit unregelmäßig schwankendem Lärm von rund 65 Dezibel. Die Tiere hatten anschließend Schwierigkeiten, unterschiedlich schnelle Tonfolgen voneinander zu unterscheiden.
Die Forscher folgern im Fachmagazin "Nature Communication", Dauerbelastung durch gemäßigten Lärm beeinträchtige die Verarbeitung von Hörreizen im Gehirn deutlich. Das betreffe auch Lautstärken, die bisher als harmlos gegolten hätten.
Die Wissenschaftler forden, dass die Geräuschbelastung am Arbeitsplatz genauer erfasst wird und auch die Lärmschutzbestimmungen angepasst werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)