16. Mai 2012

Staubringe im All deuten nicht auf Planeten hin

Da, wo Forscher einst Planeten entdeckt haben wollen, gibt es vielleicht gar keine. Das legt zumindest eine Studie von zwei Forschern der US-Weltraumbehörde NASA nahe. Die beiden haben sich Ringe aus Staub im All genauer angesehen. Die bisher geltende Meinung ist, dass die Staubringe auf die Existenz eines Planeten hindeuten. Man geht davon aus, dass die Ringe nur deshalb in fester Form bestehen können, weil die Partikel durch die Schwerkraft eines Planeten in der Mitte zusammengehalten werden.

Die Forscher haben aber jetzt festgestellt, dass solche Ringe auch durch das Strömungsverhalten von Gasen im All entstehen können. Da, wo der Druck eines Gases hoch sei, sammele sich der Sternenstaub und bilde unter Umständen auch Ringe - ganz ohne Planet.

Die Wissenschaftler haben die Prozesse in Simulationen nachgestellt. Sie wollen damit auch Zweifel an der umstrittenen Entdeckung des Planeten Fomalhaut belegt haben. Er wurde 2004 mithilfe des Weltraumteleskops Hubble gesichtet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)