16. Mai 2012
Die Beobachtermission in Syrien könnte von vornherein zum Scheitern verurteilt sein. So sieht es Elisabeth Schöndorf von der "Stiftung Wissenschaft und Politik".
In Syrien sollen Beobachter der Vereinten Nationen die Einhaltung einer Waffenruhe überwachen. Sie ist Teil eines Friedensplans. Da die Kämpfe zwischen Truppen des Regimes und Aufständischen aber andauern und fast täglich Menschen getötet werden, existiert die Waffenruhe praktisch nur auf dem Papier. Und damit, so die Autorin, fehle eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Mission. Die UNO-Mission könne deshalb nicht dazu dienen, den Konfikt in Syrien zu lösen. Auch gute Beziehungen der UNO zum Gastland seien nicht gegeben.
Die Autorin spricht deshalb von einem "placeboartigen Einsatz", der schädliche Nebenwirkungen haben könnte, etwa weil früh das Vertrauen der Bevölkerung verspielt werde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)