16. Mai 2012
Bei extremer sportlicher Betätigung schrumpft das Gehirn - allerdings nur vorübergehend. Wie die Neurologen der Universität Ulm mitteilten, ging das Hirnvolumen von Sportlern während eines wochenlangen Marathons um sechs Prozent zurück. Acht Monate später war jedoch wieder der alte Umfang erreicht, bleibende Schäden konnten nicht nachgewiesen werden.
Als Ursache für die Schrumpfung gaben die Forscher an, dass der energiehungrige Körper der Läufer dem Gehirn Energiebausteine entziehe. Besonders betroffen waren laut Studie Hirnareale, in denen komplexere akustische oder sprachliche Verarbeitungen stattfinden, diese werde beim monotonen Laufen nicht zwingend benötigt.
Die Forscher hatten 40 Teilnehmer des Transeuropa-Laufes über 4.000 Kilometer mit einem mobilen Kernspin-Gerät von Süd-Italien bis zum Nordkap begleitet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)