16. Mai 2012

Fettsteuer bringt laut Experten erst ab 20 Prozent etwas

Steuern auf Fett und Süßes bringen nur dann etwas, wenn sie mindestens 20 Prozent betragen.

Zu diesem Schluss sind Wissenschaftler der Universität Oxford gekommen, nachdem sie die bislang zum Thema erschienenen Studien ausgewertet haben. Ein US-Experiment in einer Kantine hat demnach ergeben, dass eine 35-prozentige Steuer auf zuckerhaltige Getränke ein Viertel weniger Verkäufe nach sich zieht.

Mehrere Studien haben außerdem versucht zu berechnen, wie hoch eine Fettsteuer sein müsste, um messbare gesundheitliche Auswirkungen zu haben. US-Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass eine Steuer von 20 Prozent 3,5 Prozent weniger fettleibige Bürger hervorbringen würde. Und britische Forscher bilanzierten, dass eine etwas niedrigere Fettsteuer einen Teil der Herzkrankheiten vermeiden könnte.

In Dänemark gibt es seit eineinhalb Jahren eine Fettsteuer von 20 Prozent. Viele andere Staaten diskutieren über eine ähnliche Abgabe - allerdings in geringerer Höhe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)