18. Mai 2012
Oft sind sie die letzte Rettung: Reserve-Antibiotika. Sie werden bei der Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionen eingesetzt, wenn die Bakterien gegenüber anderen Antibiotika schon resistent geworden sind. Aber sie dürfen nur im Notfall benutzt werden. So soll die Wirksamkeit der Reserve-Medikamente nicht geschwächt werden.
Einer US-amerikanischen Studie zu Folge werden Reserve-Antibiotika aber immmer häufiger eingesetzt. Wie die Forscher im Fachmagazin "PLoS One" schreiben, haben sie den Einsatz zweier solcher Medikamente in knapp 130 Krankenhäusern in den USA untersucht - über einen Zeitraum von fünf Jahren. Das Ergebnis: Absolut betrachtet werden die Reserve-Antibiotika den Wissenschaftlern zufolge noch selten genutzt - aber mit steigender Tendenz. Außerdem sei auffällig gewesen, dass drei Viertel des Gebrauchs auf nur acht der knapp 130 Kliniken zurückzuführen gewesen sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)