18. Mai 2012

Was dem einen Wald schadet, kann dem anderen helfen

Es ist mal wieder nicht so einfach wie gedacht. Forscher der TU Dresden haben mit Feldstudien und Computersimulationen untersucht, wie Mangrovenwälder auf Umwelteinflüsse reagieren. Sie wollten herausfinden, wie gut sich die Wälder von Störungen erholen und wirkungsvolle Schutzmaßnahmen entwickeln. In den USA untersuchten sie dazu künstlich geflutete Mangrovenwälder und in Vietnam vom Krieg geschädigte Gebiete, die wieder aufgeforstet wurden. Mit einer Software simulierten die Forscher, wie sich Blitzeinschläge, Sturmschäden und künstliche Überflutungen auswirken.

Das Ergebnis: Was dem einen Wald schadet, kann dem anderen helfen. Zum Beispiel sorgten Blitzeinschläge in den monoton aufgeforsteten vietnamesischen Wäldern für eine Art heilsames Chaos. So wurde nämlich Freiraum für neue Pflanzen geschaffen. Generell gültige Aussagen kann man also nach Angaben der Forscher nicht treffen. Jedes Ökosystem bedürfe einer individuellen Analyse.

Mangrovenwälder wachsen in tropischen Küstengebieten und beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Als Hochwasserschutz und Speicher für Kohlendioxid sind sie von großem Wert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)