18. Mai 2012

Kurznachrichtendienst Weibo fordert Nutzer auf, schlechtes Benehmen von Ausländern zu melden

Wer als Ausländer den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo nutzt, sollte sich künftig gut benehmen. Dessen Nutzer wurden nämlich dazu aufgerufen, das Fehlverhalten von Ausländern zu melden und im Internet öffentlich zu machen. Die Zeitung "Global Times" vermutet, dass die Kampagne im Zusammenhang mit der Verhaftung eines Briten Anfang des Monats steht. Ihm wird vorgeworfen, eine Chinesin sexuell belästigt zu haben.

Seit Dienstag läuft in China eine dreimonatige Kampagne gegen illegale Ausländer. Also Einwanderer, die ihr Visum überziehen oder ohne gültige Erlaubnis im Land arbeiten. Seit den 80er Jahren haben sich die Zahlen der Zuwanderung in China mehr als verdreifacht. Nach offiziellen Angaben leben mehr als 54 Millionen Ausländer im Land.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)