21. Mai 2012
Noch nicht mal volljährig, aber schon verheiratet. Kinderehen sind in Bangladesch, Indien, Pakistan und Nepal zwar verboten, aber immer noch häufig. Allerdings hat eine US-Forscherin eine positive Entwicklung festgestellt: Die Zahl der Kinderbräute unter 14 Jahren ist seit 1991 deutlich zurückgegangen. Wie sie im "Journal of the American Medical Association" schreibt, gilt das allerdings für 16- bis 17-jährige Mädchen nicht mehr: Hier seien die Zahlen kaum verändert.
Ein wichtiger Einflussfaktor auf das Heiratsalter sei die Bildung von jungen Mädchen. Wie die Forscher schreiben, haben Studien aus zwei afrikanischen Ländern gezeigt, dass es sich positiv auswirkt, wenn Staaten darauf bestehen, dass Mädchen länger in die Schule gehen.
Jedes Jahr werden weltweit mehr als zehn Millionen minderjährige Mädchen verheiratet, die Hälfte davon in Südasien. Das "Asian Scientist Magazine" verweist auf Studien, die Kinderehen für einen frühen Tod, schwere Gesundheitsprobleme und mangelnde Bildung verantwortlich machen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)