21. Mai 2012
Nicht nur der Klimawandel ist am Anstieg des Meeresspiegels schuld. Wie Wissenschaftler der Universität Tokio schreiben, hat auch der Mensch einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung - durch die massive Nutzung von Grundwasser. Das Wasser werde aus unterirdischen Flüssen oder Seen zum Beispiel zur Bewässerung von Feldern abgepumpt und gelange nach der Nutzung nicht wieder dorthin zurück, sondern lande durch Verdunstung in den Ozeanen.
Der Meeresspiegel ist in den vergangenen 50 Jahren kontinuierlich angestiegen - pro Jahr im Schnitt 1,8 Millimeter. Nach Berechnungen des Weltklimareports konnte die Klimaerwärmung aber nicht die einzige Ursache sein. Woher der andere Teil des Meeresspiegelanstiegs kam, blieb Forschern ein Rätsel. Die Nutzung des Grundwassers könnte das nun erklären.
Für viele Insel- oder Küstenbewohner ist das Ausmaß des Anstiegs des Meeresspiegels eine lebenswichtige Frage.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)