21. Mai 2012

Erdbeben in Italien: Spannungen zwischen zwei Gebirgen

In Norditalien hat gestern die Erde gebebt. Bei dem Beben der Stärke 6 sind mehrere Menschen ums Leben gekommen, danach gab es dutzende Nachbeben. Für die Geologin Anke Friedrich auch München kam das Erdbeben nicht überraschend. Sie erklärte der Nachrichtenagentur dpa, Mittelmeerländer wie Italien seien in einer Zwischenlage. Dort drückten die afrikanische und die eurasische Erdplatte aufeinander. Die Plattenbewegungen seien zwar nicht so stark wie in Nordamerika, Beben seien in dieser Region aber normal. Konkret drückten die Alpen nach Süden und der italienische Gebirgsrücken, die Apenninen, nach Norden. Diese Spannungen müssten sich immer wieder entladen, in Form von Erdbeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)