21. Mai 2012
In den Medien werden sie oft Krankenhaus-Keime genannt. Von den multiresistenten MRSA-Erregern gibt es mehrere Typen, und einige davon kommen auch in Schweineställen vor. Wie NDR-Info berichtet, hatte das Landwirtschaftsministerium eine Langzeitstudie dazu in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Keime waren in bis zu 60 Prozent der konventionellen Betriebe nachweisbar und in 25 Prozent der ökologischen Schweineställe. Offenbar sind auch viele Geflügelbetriebe betroffen, das hätten Stichproben ergeben. 40 Prozent der Menschen, die sich regelmäßig in solchen Ställen aufhielten, trügen die Keime mit sich.
Dem Landwirtschaftsministerium zufolge besteht kein unmittelbares Gesundheitsrisiko für den Menschen. Einer der beteiligten Forscher der Studie sagte, der gefundene Bakterienstamm könne nur sehr selten Erkrankungen verursachen. Er sterbe im Magen-Darm-Trakt ab und könne erst im Kontakt mit offenen Wunden gefährlich werden. Der MRSA-Erreger, der in der Tierzucht gefunden wurde, sei eine weniger gefährliche Ausprägung des Bakteriums als der Krankenhaus-Keim.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)