22. Mai 2012

Umweltgifte ändern Verhalten von Urenkeln

Wie gut jemand mit Menschen umgehen kann hängt auch davon ab, ob seine Urgroßmutter Umweltgiften ausgesetzt war oder nicht. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universität von Texas gekommen. Die Wissenschaftler haben Ratten einem giftigen Pilzbekämpfungsmittel ausgesetzt, die Nachkommen aber in einer schadstofffreien Umgebung aufwachsen lassen. Nach drei Generationen reagierten die Nachkommen sensibler auf Stress, und sie hatten ein höheres Körpergewicht. Die Aktivität zahlreicher Gene im Gehirn sei verändert gewesen. Das Gift soll dazu geführt haben, dass bestimmte Gene beim Kopieren nicht mehr richtig ausgelesen werden konnten.

Die Forscher sehen Parallelen zu häufiger auftretendem Autismus und posttraumatischen Stresserkrankungen beim Menschen. Man befinde sich nun in der dritten Generation nach der chemischen Industrialisierung. Seitdem seien die Menschen chemischen Umweltgiften ausgesetzt. Fachmagazin: Proceedings of the National Academy of Sciences" (doi: 10.1073/pnas.1118514109)

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)