22. Mai 2012
Er ist voller Falten, hat einen kleinen Ringelschwanz und ein samtiges Fell. Besitzer von Shar-Pei-Hunden sind besonders stolz auf ihre Tiere, weil sie sie für eine uralte Hunderasse halten.
Forscher unter anderem von der britischen Durham-Universität räumen mit diesem Mythos im Fachmagazin "PNAS" auf. Sie haben das Erbgut von fast 1.400 Hunden aus 35 Rassen untersucht. Bei den Shar-Pei, aber auch bei anderen als besonders alt geltenden Rassen, gebe es kaum noch Ähnlichkeit mit den ersten vor 15.000 Jahren domestizierten Hunden. Ein Grund dafür sei, dass die Hunde über Jahrtausende immer wieder miteinander gekreuzt worden seien.
Eine Wissenschaftlerin der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz erklärte, Hunde seien sich durch diese Kreuzungen so ähnlich, dass sich Rassen genetisch nicht klar trennen ließen. Die Einstufung in Rassen nach äußerlichen Merkmalen sei auch erst vor 200 Jahren eingeführt worden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)