22. Mai 2012
Viele Füße könnten noch gehen. Die Gesellschaft für Infektionskrankheiten in den USA weist darauf hin, dass die meisten Fuß-Amputationen bei Diabetes-Patienten vermieden werden könnten. Sie hat deshalb neue Behandlungs-Richtlinien herausgegeben. Häufig würden nur Antibiotika gegeben, wenn ein Fuß entzündet sei, obwohl es indiziert sei, das kranke Gewebe auch zu entfernen. Die Gesellschaft empfiehlt, schneller verschiedene Spezialisten hinzuzuziehen und vor allem die Blutzirkulation zu verbessern.
Diabetes-Patienten verschleppen häufig Infektionen, weil sie wegen schlechter Durchblutung kein Gefühl mehr in den Füßen haben. Deshalb sind sie besonders oft von Amputationen betroffen. Nach Angaben der Gesellschaft stirbt jeder zweite Diabetes-Patient, dessen Fuß amputiert wurde, innerhalb von fünf Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)