22. Mai 2012

Uganda: Behörden besorgt über resistente HI-Viren

Das HI-Virus wehrt sich.

In Uganda nimmt die Zahl der Aids-Erreger, die gegen die gängige antiretrovirale Therapie resistent sind, stetig zu. In den vergangenen fünf Jahren stieg sie einer neuen Studie zufolge von 8,6 auf 12 Prozent. Das ist einer der höchsten Werte in den Ländern südlich der Sahara.

Als mögliche Gründe geben die Forscher an, dass es in Uganda zu wenig augebildete Mediziner gebe, die die Therapie überwachen könnten. Außerdem sei der Medikamenten-Nachschub nicht immer gewährleistet. Eine unregelmäßige Einnahme erhöhe aber die Gefahr, dass sich Resistenzen entwickelten. Den Patienten bleibe dann nur eine teurere Therapie. Dies übersteige aber häufig die finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Länder und Patienten. Dadurch werde der weltweite Kampf gegen Aids insgesamt erschwert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)