23. Mai 2012
Verbrecher lassen sich mithilfe von Gentests identifizieren. Ein neuer Test soll künftig auch Fischer ausfindig machen, die ihre Ware illegal umetikettieren. Wie ein internationales Forscherteam im Fachmagazin "Nature Communications" berichtet, zeigt die genetische Analyse, woher ein Fisch ursprünglich stammt. Denn je nach Herkunft weise das Erbgut typische Eigenschaften auf. Anhand ihres Systems konnten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben in über 90 Prozent der Fälle die Heimatgewässer der Fische korrekt bestimmen. So lasse sich zum Beispiel prüfen, ob eine Seezunge tatsächlich aus der Irischen See stamme, oder ob sie etwas weiter südlich vor der belgischen Küste gefangen wurde, wo eigentlich ein Fangverbot herrscht. Die Wissenschaftler schreiben, sie hoffen, damit ein neues Werkzeug geschaffen zu haben, das sich im Kampf gegen die Umweltkriminalität auf den Meeren einsetzen lässt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)