23. Mai 2012
In Deutschland gibt es nur für zwei Prozent der Studenten ein Stipendium. Das schreibt der Präsident der Frankfurter Goethe-Universität, Werner Müller-Esterl, in der "Süddeutschen Zeitung". Deswegen sei die vom Bund ins Leben gerufene Initiative "Deutschland-Stipendium" eine gute Idee - denn sie solle die Förderquote auf acht Prozent erhöhen. Damit würden auch erstmals die Universitäten selbst Stipendien vergeben.
Allerdings sieht der Uni-Präsident noch Probleme: Es fehle Geld. Denn nur die eine Hälfte des Stipendiums komme vom Staat. Für die andere Hälfte müssten die Hochschulen selbst Spender finden. Deswegen habe es im ersten Jahr nur 4.700 von 10.000 möglichen Stipendien gegeben.
Viele ehemalige Studenten fragten sich, warum sie ihrer Hochschule etwas zurückgeben sollten. Die Lösung laut Müller-Esterl: Die Unis müssten schon zu ihren Studenten eine Bindung aufbauen und auch pflegen. Dann würden sie später auch spenden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)