23. Mai 2012
Im März hatten Doktoranden prekäre Arbeitsverhältnisse bei der Max-Planck-Gesellschaft angeprangert. Jetzt schreibt die "Tageszeitung", das Problem betreffe auch bereits promovierte Wissenschaftler. Sie beruft sich auf eine Anfrage der Linkspartei und die Antwort des Bundeswissenschaftsministeriums. Demnach werden derzeit knapp 1.400 Postdoktoranden an den Max-Planck-Instituten über Stipendien finanziert - deutlich mehr als bei anderen Einrichtungen. Damit erhielten die promovierten Wissenschaftler monatlich bis zu rund 1.600 Euro und müssten sich davon gegen Krankheit & Co. versichern. Die Linkspartei sieht das laut "taz" kritisch: Selbst 45-jährige Habilitierte würden noch wie Nachwuchsforscher behandelt.
Die Max-Planck-Gesellschaft sieht dagegen in der Bezahlung der Postdoktoranden kein großes Problem. Die meisten kämen aus dem EU-Ausland, weswegen für sie die Sozialversicherung entfalle. Für Doktoranden soll aber ab Mitte Juni über eine bessere Bezahlung verhandelt werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)