23. Mai 2012

Sexuelle Kontakte im Netz sind für Jugendliche gefährlicher, als sie denken

Im Netz fühlen sich Jugendliche sicher, weil sie glauben, die Spielregeln zu bestimmen.

Doch sie können gerade online in Situationen sexuellen Missbrauchs geraten. Das hat eine Forschergruppe bei einem Vergleich von sieben Ländern festgestellt. Demnach knüpfen viele Jugendliche erste Kontakte im Netz oft mit romantischen und naiven Vorstellungen und blenden Misstrauen weitgehend aus. Nach und nach verlören sie dann die Kontrolle über das, was im Netz über sie veröffentlicht wird. Sie fürchteten dann, dass ihre Textnachrichten und Bilder eingestellt werden, besonders, wenn es sich um Pornographie handle.

Die Wissenschaftler warnten, die Jugendlichen würden ihre eigene Gefährdung gar nicht erkennen. Die Dimensionen der Kommunikation im Netz könnten sich ja schon Erwachsene kaum vorstellen. Sie plädieren dafür, mit Kindern und Jugendlichen schon ab der Einschulung über solche Fragen zu sprechen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)