23. Mai 2012

Roma und Sinti werden benachteiligt

Ihnen geht es grundsätzlich schlechter als ihren Mitmenschen. Sinti und Roma sind nach einer Untersuchung der EU und der UNO in mehreren europäischen Ländern benachteiligt. Sie sähen meistens keine Perspektive, hätten mit Vorurteilen zu tun und kennen ihre Rechte nicht. Der Direktor der EU-Menschenrechtsagentur sprach von einem "Teufelskreis der Diskriminierung, sozialen Ausgrenzung und Armut".

Bei der Untersuchung gaben 80 Prozent der Befragten an, in Armut zu leben. Die meisten hätten keinen Job. Außerdem sagten viele Roma, dass in ihrem Haushalt teilweise Menschen hungerten.

Für die Studie wurden 22.000 Menschen in elf EU-Staaten befragt, vor allem in Ost- und Mitteleuropa. Darunter waren Rumänien und Bulgarien, aber auch Frankreich und Italien. Deutschland war nicht dabei.

In den 27 EU-Staaten leben der Menschenrechtsagentur zufolge mehr als zehn Millionen Sinti und Roma. Sie sind damit die größte Minderheit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)