24. Mai 2012
Wärme und Trockenheit tun ihnen nicht gut: Wegen des Klimawandels sinkt die Überlebensrate junger Meeres-Schildkröten. Das haben Biologen der Universität Philadelphia herausgefunden. Sie beobachteten zwischen 2004 und 2010 den Bruterfolg von Lederschildkröten an einem Strand in Costa Rica. Die Tiere vergraben ihre Eier 60 Zentimeter tief im Sand. Nach dem Schlüpfen krabbeln die Jungtiere dann ins Wasser. Ihre Beobachtungen setzten die Forscher in Bezug zu Umweltdaten. Sie berichten im Fachmagazin "PloS One", in den Jahren, die wegen des Klimaphänomens El Niño besonders warm und trocken waren, seien deutlich weniger Schildkröten geschlüpft. Da der Weltklimarat für Costa Rica eine dauerhafte Erwärmung vorhergesagt habe, werde die Überlebensrate der Lederschildkröten dort in den kommenden 100 Jahren um gut die Hälfte zurückgehen. Lederschildkröten sind die größten der Welt. Die Art gilt schon jetzt als stark gefährdet. http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0037602
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)