24. Mai 2012

Menschen ändern offenbar Ökosystem an Tiefseevulkanen

Tiefseevulkane sind die wohl abgelegensten Lebensorte dieser Erde. Doch auch dorthin dringen Menschen vor, mit Tauchrobotern, und offenbar ändern sie dort auch das Ökosystem. Forscher aus Chicago berichten in einem Fachmagazin ("Conservation Biology"), dass sie wohl versehentlich Tiefsee-Lebewesen mit ihrem Unterseeboot mitgenommen haben. Als sie nach einem Tauchgang Proben untersuchten, fanden sie Napfschnecken, die es nur in 600 Kilometern Entfernung gibt. Sie stammten offenbar von einem früheren Tauchgang. Man habe das U-Boot zwar immer gereinigt, allerdings sei man davon ausgegen, dass kein Lebewesen die extremen Druckunterschiede überleben könnte. Die Wissenschaftler sind jetzt vor allem besorgt, dass sie durch die blinden Passagiere auch Krankheiten in der Tiefsee verbreiten könnten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)