24. Mai 2012

Einer der ältesten Berufe der Welt stirbt langsam aus

"Wir sind in der Regel das lustige Rahmenprogramm bei Volksfesten." Das meint Marc Mennle über den Beruf des Schäfers. Der Manager des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg kritisiert gegenüber der Agentur dpa, dass die Arbeit von Schäfern kaum anerkannt werde. Er warnt zudem, dass Hirten und Schäfer, die einen der ältesten Berufe der Welt ausübten, langsam aussterben würden. In Brandenburg würden momentan nur zwei Jugendliche im ersten Lehrjahr ausgebildet. Allerdings rät auch Mennle selbst vom Beruf ab: er sei betriebswirtschaftlich nicht zu befürworten und was übrig bleibe reiche kaum zum Überleben. Dabei leisteten die Schäfer wichtige Arbeit. Schafe und Ziegen würden zum Beispiel die Deiche gegen Bewuchs schützen, auch dort wo Fahrzeuge nicht hinkämen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)