24. Mai 2012

Älteste Kunst noch älter als gedacht

Schmuck, kleine Kunstfiguren und Musikinstrumente gab es schon vor 43.000 Jahren. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Tübingen und Oxford nachgewiesen. Sie untersuchten bereits länger bekannte Funde aus der Geißenklösterle-Höhle auf der Schwäbischen Alb. Der Beweis gelang ihnen mithilfe einer verbesserten Methode der Radio-Kohlenstoff-Datierung. Die Forscher schreiben im Fachmagazin "Journal of Human Evolution", die Funde belegten auch einen Beginn des sogenannten Aurignacien für diese Zeit.

Das Aurignacien ist die älteste Kultur, in der Menschen Kunstwerke herstellten. Nach Angaben der Forscher sind die Objekte von der Schwäbischen Alb älter als Funde aus Italien oder Frankreich. Die Daten zeigten außerdem, dass moderne Menschen die Region bereits vor einer sehr kalten Phase der letzen Eiszeit besiedelt hätten. Bisher ging man davon aus, dass sie erst danach nach Südwestdeutschland kamen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)