24. Mai 2012
Eigentlich wollte die Weltgesundheitsorganisation die Infektionskrankheit Polio schon vor über zehn Jahren ausgerottet haben - jetzt denkt die WHO sogar wieder über einen Notfallplan nach. Der Grund: In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Kinderlähmung wieder ausgebreitet - und zwar in vielen Ländern Asien, Afrikas und Europas. Darunter sind auch Staaten, in denen lange keine Infektion aufgetreteten war.
Um Polio endgültig auszulöschen, will die Weltgesundheitsorganisation bis Ende der Woche in Genf über einen Notfallplan abstimmen. Vertreter der WHO und UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon forderten die reichen Mitgliedsländer deswegen auf, Geld für Impfungen bereitzustellen. Polio ist eine Viruserkrankung, die das Nervensystem schädigt und in seltenen Fällen zu dauerhaften Lähmungen führt. Fünf bis zehn Prozent der Erkrankten sterben an ihr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)