24. Mai 2012
Auch wenn die Sache mit Jacob Zumas Geschlechtsteil nach Ansicht der Richterin ein Fall von "großer nationaler Bedeutung" ist - der Gerichtsprozess ist bis auf weiteres verschoben worden.
Eigentlich sollte heute darüber verhandelt werden, ob ein Gemälde des südafrikanischen Statschefs weiterhin ausgestellt werden darf. Es zeigt Jacob Zuma in einer Pose des russischen Revolutionärs Lenin - mit offener Hose und entblößten Genitalien. Das in einer Galerie in Johannesburg aufgehängte Bild sorgt in Südafrika für viele Diskussionen. Es geht unter anderem um die Frage, ob das Werk rassistisch ist. Der Künstler Brett Murray ist nämlich weiß, der Präsident schwarz. Zuma selbst sieht durch die Darstellung seine Privatsphäre verletzt. Den Prozess angestrengt haben er selbst und seine Partei ANC - sie wollen verbieten lassen, dass das Bild weiter gezeigt werden darf. Vor wenigen Tagen hatten zwei Männer es mit Farbe beschmiert.
Der Prozess wurde allerdings unterbrochen und auf unbestimmte Zeit verschoben, nachdem der Anwalt der ANC vor Gericht unter Tränen zusammengebrochen war. Das Gericht ordnete vor dem Ende der Verhandlung noch an, dass die Videoaufzeichnung davon nicht mehr im weiter im Fernsehen ausgestrahlt werden darf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)