25. Mai 2012

Von den Hutterern lernen, um Unfruchtbarkeit zu überwinden

Schätzungsweise zehn bis fünfzehn Prozent aller Paare in westlichen Ländern bleiben ungewollt kinderlos. Bei manchen wird nie geklärt, woran das liegt - unter anderem weil genetische Faktoren von sozialen und gesundheitlichen Faktoren überdeckt werden.

Deshalb suchten sich Forscher von der Universität Chicago eine Gruppe von Probanden, die alle mehr oder weniger den gleichen kulturellen Einflüssen ausgesetzt sind. Sie fanden: die Hutterer, eine kinderreiche und abgeschirmt lebende Glaubensgemeinschaft im Norden der USA und im Westen Kanadas. Die Forscher analysierten die DNA verheirateter Hutterer-Väter und verglichen sie mit der DNA von Männern außerhalb der Hutterer-Gemeinschaft.

So identifizierten sie 41 Bereiche im Erbgut, die die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen. Wie genau die wirken, ist zum Teil noch unklar. Die Erkenntnisse sollen aber dabei helfen, neue Therapien für unfruchtbare Männer zu entwickeln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)