25. Mai 2012
Es ist niemandem zu verdenken, wenn er nach dem Tod seine Organe nicht spenden will. Das findet der Direktor des Instituts für Medizinethik an der Ruhr-Universität Bochum, Jochen Vollmann. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er, Mediziner hätten den Menschen immer noch nicht klarmachen können, was es mit dem Hirntod auf sich hat und wie Ärzte mit potentiellen Spendern umgehen. Angesichts der sinkenden Organspendezahlen müssten die Menschen besser informiert werden. Außerdem brauche es eine Kultur der Solidarität, schließlich sei das Spenden von Organen eine zutiefst uneigennützige Handlung.
Der Bundestag will heute eine grundlegende Reform in Sachen Organspende beschließen. Die Neuerung des Transplantationsgesetzes sieht vor, dass alle Bürger von ihren Krankenkassen schriftlich befragt werden, ob sie zur Organspende bereit sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)