25. Mai 2012
Bei der Kultur kann man nicht von "Subventionen" sprechen. Dieser Meinung ist der Kunsthistoriker Walter Grasskamp. In einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung" äußert er sich zu dem umstrittenen Buch "Kulturinfarkt". Darin fordern die vier Autoren, dass finanzielle Hilfen für kulturelle Einrichtungen in Deutschland gekürzt werden.
Grasskamp kritisiert: Kultursubventionen, wie sie von den Autoren beschrieben würden, gebe es gar nicht. Eine Subvention sei die Hilfe des Staates für private Unternehmen. Kultur sei aber eine öffentliche Aufgabe. Bei Ausgaben für Schulen, Militär oder Polizeieinsätze im Fußball spreche man ja auch nicht von "Subventionen", argumentiert Grasskamp.
Weil noch nicht definiert sei, welche Aufgabe die Kultur in der Gesellschaft habe, gebe es auch keinen passenden Begriff für Kulturausgaben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)