25. Mai 2012

Ist das iPad die Zukunft der Bibliotheken?

Die Welt der Medien steht vor der größten Revolution seit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Dieser Meinung ist Klaus-Rainer Brintzinger, Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare. Er und seine Kollegen haben in den vergangenen Tagen in Hamburg über die Zukunft der Bibliotheken im digitalen Zeitalter diskutiert. Im "Deutschlandfunk" sagte Brintzinger, niemand könne derzeit sagen, ob es in 20 oder 30 Jahren überhaupt noch Texte gebe, die nicht in digitalisierter Form irgendwo im Internet stünden. Das Tempo der Veränderungen sei auch in der Vergangenheit unterschätzt worden.

Tatsache sei aber, dass Bibliotheken vor Ort nicht überflüssig würden. Im Gegenteil: Sein Eindruck sei, dass die Lesesäle immer voller würden. Offenbar gebe es ein Bedürfnis, wie in mittelalterlichen Klöstern mit Gleichgesinnten zusammen zu sitzen. Er halte es allerdings für möglich, dass Bücher dort irgendwann nicht mehr auf Papier gelesen würden, sondern in digitalisierter Form auf iPads.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)