25. Mai 2012

Kristallwachstum signalisiert Vulkanausbruch

Vulkane sind unberechenbar. Das ist gefährlich für die mehr als 500 Millionen Menschen weltweit, die in ihrer Nähe leben. Forscher aus Deutschland und Großbritannien berichten im Fachmagazin "Science" davon, dass sie die Vorgänge beim Ausbruch von Vulkanen etwas besser verstanden haben.

Sie untersuchten dafür Kristalle aus dem Magma vom Ausbruch des Mount St. Helens im Jahr 1980. Solche Kristalle bilden sich den Wissenschaftlern zufolge im flüssigen Reservoir der Magmakammer einige Kilometer unterhalb des Vulkans. Aus dieser Kammer speist sich der Vulkanausbruch.

Das Ergebnis der Forschungen: Die Kristalle wachsen besonders dann, wenn verstärkt flüssiges Magma in die Kammer einströmt. Wenn die Kristalle wachsen, deutet das also auf einen bevorstehenden Ausbruch hin.

Die Forscher hoffen, mit ihren Ergebnissen Vulkanausbrüche besser vorhersagen zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)