25. Mai 2012

Salafisten in Talkshows: Eine gute Idee?

Zwei Mal war der umstrittene salafistische Imam Hassan Dabbagh bereits zu Gast in der ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger". Zwei mal zu viel, findet Wolfgang Baake, Geschäftsführer des Christlichen Medienverbundes KEP. Er sagte hier in DRadio-Wissen, Verfassungsfeinde wie Dabbagh hätten im öffentlich-rechtlichen Fernsehen nichts zu suchen. Dass zum Beispiel Rechtsextreme nicht in den Medien auftauchen, hält Baake für sinnvoll. Er verstehe jedoch nicht, warum das nicht auch für Islamisten gelte. Daabagh habe die Öffentlichkeit als Werbung für seine Ideologien nutzen können.

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann hingegen verteidigte die Entscheidung, den Imam als Talkshow-Gast einzuladen. Dabbagh habe seine Thesen in der Sendung zum Thema "Die Salafisten kommen: Gehört dieser Islam zu Deutschland?"

nicht unwidersprochen äußern können. Wenn jemand Gegenstand einer Diskussion sei, könne man nicht nur über, man müsse auch mit ihm sprechen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)