29. Mai 2012
Von der größten Schweinefarm in Chile geht eine Gesundheitsgefahr aus. Die Regierung hat daher eine Schließung der Anlage angeordnet. Deshalb werden nun nach Angaben des Betreibers "Agrosuper" 500.000 Tiere getötet.
Schon vor gut einer Woche hatten Einwohner der Stadt Freirina im Norden des Landes die Zufahrtstraßen zum Firmenkomples blockiert, um gegen den von ihm ausgehenden Gestank zu protestieren. Dabei kam es zu Ausschreitungen, und hunderte Arbeiter flohen von dem Unternehmensgelände, zu dem neben der Farm auch ein Schlachthaus und eine Fleischfabrik gehören. Weil die Schweine daraufhin mehrere Tage lang nicht mit Futter und Wasser versorgt wurden, starb eine unbekannte Zahl von Tieren.
Nach der Schließung bekam der Betreiber von den Behörden sechs Monate Zeit, die Tiere von dem Gelände abzutransportieren. Das will das Unternehmen nach eigenen Angaben aber nicht tun. Der Aufwand sei zu groß, zudem wolle keine andere Farm die Tiere aufnehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)