29. Mai 2012
Macho-Typen konnten unsere Vorfahrinnen irgendwann nicht mehr viel abgewinnen. Davon ist ein US-Biologe überzeugt. Er schreibt im Fachmagazin "PNAS", Frauen hätten irgendwann nicht mehr die stärksten Männer als Partner gewählt. Stattdessen hätten sie sich rangniedrigere ausgesucht, die sich in Kämpfen nicht durchsetzen konnten. Diese hätten ihre weiblichen Artgenossinen nämlich auf andere Weise umwerben müssen und sich besonders gut um sie und ihren Nachwuchs gekümmert. So seien Zweierbeziehungen und Familien entstanden.
Dass das irgendwann passiert ist, war bereits bekannt. Für seine Studie berechnete der Wissenschaftler nun mithilfe statistischer Modelle, durch welche Verhaltensweisen der Wandel am ehesten ausgelöst wurde. Er schreibt, die Rolle der weiblichen Partnerwahl für die menschliche Evolution sei bisher unterschätzt worden. Sie habe eine sexuelle Revolution ausgelöst, durch die sich der Mensch heute von seinen Affenverwandten unterscheide.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)