29. Mai 2012
Manche Bauern haben viel fruchtbares Land, andere bauen ihre Lebensmittel auf wechselnden, weniger guten Flächen an. So sah es offenbar auch schon vor 7.000 Jahren aus. Das berichten britische Wissenschaftler im Fachmagazin "PNAS". Weil sich die Besitzverhältnisse nach Tausenden von Jahren nur schwer nachvollziehen lassen, mussten die Forscher für ihr Ergebnis ein indirektes Verfahren anwenden. Bei der Analyse von Knochen zeigten sich Unterschiede: Die Zusammensetzung in den Knochen einiger beerdigter Landwirte variierte nur wenig. Für die Forscher war das ein Hinweis darauf, dass diese sich zu Lebzeiten von Nahrung ernährten, die auf fruchtbarem Land in ihrer Heimat angebaut wurde. Andere, variablere Spuren in den Knochen werteten die Wissenschaftler als Hinweis auf häufig wechselnde, schlechtere Anbaugebiete.
Das Fundament für spätere soziale Ungleichheiten sei somit schon vor 7.000 Jahren gelegt worden - denn die Besitzverhältnisse wurden an die Nachkommen weitergegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)