29. Mai 2012
Nach einer Unicef-Studie muss Deutschland mehr gegen Kinderarmut tun - fast 2,5 Millionen Kinder leben demnach hierzulande in Armut oder sind mit wichtigen Gütern schlecht versorgt.
Für die Studie hat sich das Kinderhilfswerk der UNO die Situation in 29 reichen Ländern angeschaut. Grundlage waren Daten der Europäischen Union. Definiert waren 14 verschiedene Güter oder Angebote, die einem Kind in einem wohlhabenden Land zur Verfügung stehen sollten. Dazu gehört zum Beispiel ein Internetanschluss oder ein fester Platz zum Hausaufgaben machen. Wenn ein Kind mehr als zwei dieser Dinge nicht hat, wird dies als Hinweis auf eine "besondere Mangelsituation" gewertet.
Am ehesten fehlt es in Deutschland laut Unicef an Freizeitaktivitäten, und zwar in 6,7 Prozent der Fälle, knapp 5 Prozent müssen auf eine tägliche warme Mahlzeit verzichten. Gut drei Prozent der unter 16-Jährigen bekommt nie neue Kleidung, sondern zum Beispiel die von älteren Geschwistern.
Aus Sicht von Unicef ist die Lage in Deutschland enttäuschend.
Link zur Unicef-Studie
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)