29. Mai 2012
Pläne zu einer "Pasteten-Steuer" hatten für scharfe Kritik gesorgt - nun hat die britische Regierung eine Kehrtwende gemacht. Auf Fleischpasteten soll auch künftig keine 20-prozentige Mehrwertsteuer fällig werden. Sie muss in Großbritannien generell für Lebensmittel nicht bezahlt werden, wohl aber für warme Gerichte zum Mitnehmen. Die englischen Pasteten sind eine Art Mischfall: Sie werden warm zubereitet, aber vor dem Essen abgekühlt.
Hersteller und Politiker hatten die geplante Besteuerung kritisiert. Sie sei ein Zeichen für die wachsende Entfernung der Regierung von den einfachen Bürgern. Schließlich seien Pasteten ein überaus beliebter Imbiss für die Arbeiter.
In der Debatte hatte sich auch Premier David Cameron blamiert: Er hatte angegeben, in einem bestimmten Laden zuletzt eine Pastete gegessen zu haben. Später zeigte sich aber, dass der Laden schon seit fünf Jahren geschlossen war.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)