29. Mai 2012
Es wird wohl noch lange dauern, bis die weit mehr als 100.000 Fässer mit Atommüll aus dem maroden Lager Asse in Niedersachsen geholt werden können.
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat Medienberichte bestätigt, wonach die Rückholaktion bei der aktuellen Rechtslage vermutlich erst im Jahr 2036 beginnen würde. Bei diesem Zeitplan wird nach Angaben der Behörde von besonders ungünstigen Bedingungen ausgegangen. Die Bundesregierung soll angenommen haben, dass die Arbeiten spätestens 2028 abgeschlossen sind. Nach dem jetzt vorliegenden Plan soll aber erst 2029 entschieden werden, ob der Atommüll überhaupt aus der Asse geholt werden kann.
In das ehemalige Bergwerk wurden bis Ende der Siebziger Jahre tausende Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll gekippt. Pro Tag dringen bis zu 12.000 Liter Wasser in die marode Anlage ein. Bisher ist unklar, wie lange das Lager stabil gehalten werden kann.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)