30. Mai 2012
Heute vor 180 Jahren ging das Hambacher Fest zu Ende. Ort des viertägigen Festivals im Mai 1832 war das Hambacher Schloss im heutigen Rheinland-Pfalz. Ursprünglich sollte dort dem Herrscherhaus gehuldigt werden. Aber es kam anders: Mitglieder des Pressvereins, einer Art Journalistengewerkschaft, funktionierten die Einladung um. Sie forderten, das Fest solle vielmehr "dem Kampfe für Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt, für Erstrebung gesetzlicher Freiheit und deutscher Nationalwürde" gelten.
Kurz: Das Hambacher Fest wurde eines der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte. Die rund 30.000 Teilnehmer traten damals für Freiheiten ein, die wir heute haben: Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit und auch die Gleichberechtigung der Frauen. Ein Teil des Forderungskatalogs ist jedoch bis heute unerfüllt - der nach dem "conföderierten republikanischen Europa".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)