30. Mai 2012

Studie: Schutz der Tropenwälder existiert vor allem auf dem Papier

Papier ist geduldig. Die Rechte vieler Naturvölker in tropischen Regenwäldern sind zwar in den vergangenen zwanzig Jahren gestärkt worden. Nach Untersuchungen der Organisation Rights and Resources Initiative, kurz RRI, werden sie in der Praxis aber häufig ignoriert.

Die in Washington ansässige Organisation hat in 27 Staaten untersucht, was der erste Umweltgipfel in der brasilianischen Stadt Rio vor 20 Jahren dort konkret verändert hat, und zieht eine negative Bilanz. Waldbewohner in Tropennationen hätten zwar beispiellose Rechte auf Land und Ressourcen hinzugewonnen. Reiche Landbesitzer missachteten diese Rechte aber, indem sie Land illegal an sich nähmen oder rodeten. Von den Regierungen würden sie nicht ausreichend daran gehindert.

In drei Wochen beginnt in Rio ein weiterer Umweltgipfel. Auch bei diesem Treffen wird es unter anderem um den Schutz der Regenwälder gehen. Ihr Erhalt gilt als entscheidend im Kampf gegen den Klimawandel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)