30. Mai 2012

Erdmännchen in Südafrika: Fast die Hälfte zeigt Hinweise auf Inzucht

Was beim Menschen verboten ist, scheint bei Erdmännchen ziemlich normal zu sein. Britischen Biologen zufolge ist Inzucht bei den Tieren in der südafrikanischen Kalahari weit verbreitet. Für ihre Studie untersuchten die Forscher knapp 1.600 Erdmännchen. Wie sie im Fachmagazin "Molecular Ecology" schreiben, haben sie im Erbgut von fast der Hälfte der Tiere Hinweise auf Inzucht gefunden. Allerdings scheint es auch bei diesen Tieren Tabus zu geben: So paarten sich weder die Eltern mit ihren Kindern noch Vollgeschwister untereinander.

Laut den Wissenschaftlern hat aber auch die Inzucht zwischen weiter entfernten Erdmännchen Folgen. So seien die Nachkommen durchschnittlich leichter und kleiner. Außerdem sei das Risiko größer, dass sie als Halbwüchsige sterben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)