30. Mai 2012
Er ist leuchtend gelb und färbt bei Berührung ab. Wissenschaftler des Senckenberg-Forschungsinstituts in Frankfurt haben in den Bergen Panamas eine neue Froschart entdeckt. Der Gelbfärber-Regenfrosch ist nur zwei Zentimeter groß und nicht farbecht: Wer ihn anfasst, hat danach gelbe Finger. Wofür diese Funktion gut ist, ist den Forschern noch ein Rätsel.
Auf ihren Expeditionen im Hochland Panamas fanden die Wissenschaftler außerdem 18 gefährdete Amphibienarten. Darunter waren einige Tiere, die seit dem Amphibien-Massensterben Ende der 90er Jahre nicht mehr gesichtet wurden. Damals starben sehr viele Amphibien an einer Pilzerkrankung. Der Pilz breitete sich von Costa Rica kommend wellenartig nach Osten aus und tötete vor allem Frösche, Lurche und Salamander in höheren Lagen.
Die Studie zum Gelbfärber-Regenfrosch wurde im Fachmagazin "ZooKeys" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)