30. Mai 2012

Goldatome auf Oberfläche fixiert - Forschung soll bessere Katalysatoren ermöglichen

Ihr Ziel waren möglichst kleine Goldstücke. Forscher der TU Wien haben es geschafft, einzelne Goldatome auf einer Oberfläche zu fixieren. Normalerweise verbinden sich Goldatome schnell zu winzigen Klumpen aus mehreren Atomen, wenn man sie auf einer Oberfläche platziert. Mit einer speziellen Oberfläche aus Eisenoxid haben die Forscher dieses Problem gelöst. Die Sauerstoff-Atome sind darauf nicht in geraden Reihen ausgerichtet, sondern wie in Schlangenlinien. Wo sich die Reihen nahekommen, kann sich ein Goldatom dauerhaft anlagern ohne den Halt zu verlieren. Das klappt bei Temperaturen bis zu 500 Grad Celsius.

Durch die Methode sollen bessere und billigere Katalysatoren möglich werden, die mit weitaus kleineren Mengen des Edelmetalls auskommen als bisher. Gold kann als Katalysator Reaktionen anderer Substanzen ermöglichen. Es kann zum Beispiel zur Umwandlung von giftigem Kohlenmonoxid in Kohlendioxid beitragen.

Die Studie wurde im Fachmagazin "Physical Review Letters" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)