30. Mai 2012

Berichterstattung über den Islam wird als einseitig empfunden

Zeichnen deutsche und britische Medien ein einseitig negatives Bild des Islam? Muslime und Nicht-Muslime haben jedenfalls den Eindruck. Das fanden Forscher der Universität Bielefeld und der Keele Universität in Großbritannien heraus.

Für ihre Studie befragten sie Journalisten genauso wie Leser, Hörer und Zuschauer. Das Ergebnis: Die große Mehrheit der Muslime fühlte sich durch die Darstellung des Islam in Rundfunk und Printmedien nicht repräsentiert. Auch Nicht-Muslime hatten das Gefühl, dass überwiegend negativ über Muslime berichtet werde. Und Journalisten räumten ein, dass das Bild des Islam in den Medien zumindest zum Teil von radikalen Strömungen geprägt sei.

Viele Muslime greifen deshalb nach Angaben der Studie auf Spartenmedien zurück, die in ihrer Muttersprache oder über ihre Herkunftsregion berichten. Dahinter stecke das Bedürfnis, das Islam-Bild der etablierten Medien in Deutschland und Großbritannien zu hinterfragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)