30. Mai 2012

Synästhesie: Forscher suchen in Experimenten nach Ursachen

Für sie sind Zahlen farbig oder sie können Wörter schmecken. Bis heute ist nicht genau geklärt, wie sich bei Synästhetikern Sinneseindrücke verknüpfen. Forscher der TU München und des Forschungszentrums Jülich sind der Antwort nun einen Schritt näher gekommen. Bei Experimenten im Kernspintomographen stellten sie fest, dass die synästhetischen Verknüpfungen durch eine verstärkte Koppelung zwischen Hirnregionen entstehen.

Im menschlichen Gehirn gibt es Netzwerke verknüpfter Hirnregionen, die jeweils für spezielle Aufgaben zuständig sind. Bei Synästhetikern ist diese Verknüpfung nach Angaben der Forscher sehr viel stärker als bei anderen Menschen. Je stabiler die synästhetischen Wahrnehmungen eines Probanden gewesen seien, desto stärker sei die Koppelung ausgeprägt gewesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)