31. Mai 2012
"Ein Kompromiss, das ist die Kunst, einen Kuchen so zu teilen, dass jeder meint, er habe das größte Stück bekommen".
Diese Aussage wird dem 1897 in Fürth geborenen Politiker Ludwig Erhard zugeschrieben. Der gelernte Ökonom bereitete nach dem 2. Weltkrieg im Auftrag der amerikanischen und britischen Besatzungsmächte eine Währungsreform vor. Mit der Aufhebung der Zwangswirtschaft und Einführung des Wettbewerbs gilt Erhard als 'Vater des deutschen Wirtschaftswunders'. Von 1949 bis 1963 wirkte er als Bundesminister im entsprechenden Ressort. Verbunden mit seinem Namen ist auch der Gedanke der Sozialen Marktwirtschaft, die den Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit regelt. 1963 wurde Erhardt als Bundeskanzler an die Regierungsspitze gewählt. Seine Amtszeit dauerte jedoch nach einer Wahlniederlage der CDU im damals wichtigsten Bundesland Nordrhein-Westfalen nur drei Jahre. 1966 trat er zurück. Knapp ein Jahrzehnt später starb Ludwig Erhard im Alter von achtzig Jahren in Bonn.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)