31. Mai 2012
An Hepatitis B sind die Menschen schon vor Tausenden von Jahren erkrankt. Die älteste handfeste Spur des Erregers wurde nun in einer Mumie aus dem 16. Jahrhundert entdeckt. Israelische und südkoreanische Forscher berichten in dem Fachmagazin "Hepatology", der Patient sei ein koreanischer Junge gewesen.
Aus seiner mumifizierten Leber entnahmen sie trockenes Gewebe und untersuchten die DNA. Es gelang ihnen, das Genom des Hepatitis-B-Virus zu rekonstruieren. Ein Vergleich mit dem Erbgut moderner Hepatitis-Erreger zeigte nach Angaben der Forscher, dass der letzte gemeinsame Ahn der Virusvarianten vermutlich vor mindestens 3.000 Jahren existiert habe.
Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber. Wird sie chronisch, können Leberzirrhose oder -krebs die Folge sein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)